In China unterscheidet man zwei große Kampfkunstrichtungen: Wudang und Shaolin. Es heißt, diese beiden Schulen sind wie zwei Sterne am gleichen Himmel. Sie sind wie Yin und Yang. Vereinfacht gesagt steht Shaolin für die äußeren/ harten Kampfkünste und Wudang für die inneren/ weichen.

Der Ruhm der Wudangkünste geht auf den berühmten Daoisten Zhang Sanfeng zurück, der in den Wudangbergen lebte und das Tai Ji Quan entwickelte.

Die Wudang-Berge sind eine Bergregion im Nordwesten der chinesischen Provinz Hubei. Das Gebiet umfasst ca. 400 km² und besteht aus 72 Gipfeln, der höchste mit 1612 m ist der Tianzhu („Himmelspfeiler“). Mit seinen zahlreichen Bauwerken, Tempeln, Palästen, Klöstern, Brücken, Toren, Höhlen und Einsiedeleien ist Wudangshan ein berühmter heiliger Platz der daoistischen Religion und Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt.

 

Zhang Sanfeng

Hauptvertreter der 15. Generation der Wudang-Sce (Xuanwu Pai) ist Meister Tian

Einerseits sind die Wudang Kampfkünste eine sehr wertvolle Methode der Gesundheitspflege. Andererseits lehren sie aber auch sehr gute Fähigkeiten der Selbstverteidigung.

Liyang. Er widmete sich viele Jahre dem Studium und der Verfeinerung des Wudangstils und wurde so ein erstklassiger Kampfkünstler, der ganz und gar vom daoistischem Gedankengut durchdrungen ist. Meister Tian Liyang beeindruckt durch sein offenes und gewinnendes Wesen sowie seinen großen Charme und Humor.

Die bekanntesten Inneren Kampfkünsten der Wudangberge sind Tai Ji Quan, Bagua und Xingyiquan. Sie alle sind sehr stark mit den daoistischen Gedanken verbunden, verfolgen ihre Ziele jedoch auf unterschiedliche Art. Bildlich lassen diese Kampf- und Bewegungskünste sich wie folgt darstellen: Tai Ji Quan entspricht dem Wasser, der Welle; Bagua entspricht dem gasförmigen Dampf, dem Orkan und Xingyiquan ist wie ein Blitz.

 

Tai Ji Quan des Wudangstils in Rastatt und Umgebung